Flexibel, prekär, unsichtbar: Arbeiten in der Plattformökonomie

Internationale Studierende gelten als hochqualifizierte Zuwanderer von morgen. Doch viele müssen bereits während des Studiums unter prekären Bedingungen arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Die Studie von Dr. Amrita Datta untersucht die Arbeits- und Lebensrealitäten indischer Studierender in Deutschland. Sie zeigt, wie Studium, Migration und Plattformarbeit zusammenwirken und welche Rolle Aufenthaltsstatus, Visa-Regelungen und ökonomischer Druck dabei spielen. Die vermeintliche Flexibilität der Plattformökonomie bedeutet für viele migrantische Beschäftigte unsichere Einkommen und fehlende soziale Absicherung.

Im Anschluss an die Studienpräsentation diskutieren wir: Wer trägt das Risiko der Plattformökonomie? Welche Verantwortung haben Plattformunternehmen und Staat? Wie lassen sich Arbeitsrechte und soziale Absicherung verbessern? Und welche politischen Veränderungen braucht es, damit internationale Studierende nicht zwischen Studium, Aufenthaltsrecht und ökonomischem Überleben aufgerieben werden?

Mit:

  • Dr. Amrita Datta, Wissenschaftlerin an der Universität Bielefeld und Autorin der Studie
  • Katina Schubert (MdA), stellvertretende Parteivorsitzende der Partei Die Linke und migrationspolitische Sprecherin der Fraktion
  • Mo, Betriebsratsmitglied bei Lieferando und Mitglied des Lieferando Workers Collective (LWC) Berlin
  • Studentische Plattformarbeiterin aus Indien
  • Moderation: Ceren Türkmen, Institut für Solidarische Moderne

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt und wird simultan Deutsch-Englisch übersetzt. Eintritt frei.

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Event Detail

30. September 2026 19:00
30. September 2026 20:30
Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.